EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE ALTLANDSBERG
 

 

Herzlich willkommen in unserer Gemeinde!

 

Schön, dass Sie zu uns gefunden haben. Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Evangelischen Kirchengemeinde Altlandsberg und möchten Ihnen auf unserer Website die Möglichkeit bieten, die Vielfalt der Gemeinde kennen zu lernen, freuen uns, Ihre Neugierde wecken zu können, mehr über gelebten Glauben zu erfahren, der sich in den Kreisen der Kinder-, Jugend-und Familienarbeit, der Frauen- und Seniorengruppe und ebenso in der Liebe zur Musik und dem Erhalt und der Pflege unserer Kirchen äußert. Wenn in Ihnen das Bedürfnis wächst, selbst Teil dieser Gemeinschaft zu sein, werden Ihnen Pfarrer Johannes Menard und die Mitglieder des Gemeindekirchenrates bei der Bekräftigung Ihrer Beweggründe oder auch einfach nur bei Fragen behilflich sein. Wenden Sie sich dazu bitte an das Pfarramt.

Bis bald in Altlandsberg!

Unsere Kirchengemeinde gehört zur großen Gemeinschaft der gut 46000 Gemeindeglieder des Kirchenkreises Oderland-Spree mit seinen 112 Kirchengemeinden (EKKOS), dessen Fläche die Brandenburger Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Dahme-Spree und die kreisfreie Stadt Frankfurt/Oder umfasst und ist somit Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), eine der 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Pfarrsprengel der evangelischen Kirchengemeinde Altlandsberg  besteht aus den Ortskirchengemeinden Altlandsberg, Buchholz, Bruchmühle, Seeberg, Wegendorf und Wesendahl. Er hat etwa 820 Gemeindeglieder. Leitungsgremium der Gemeinde ist der Gemeindekirchenrat. Etwa 40 Ehrenamtliche helfen bei den vielfältigen Aufgaben.

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Aktuelles und Beachtenswertes

 

Liebeskummer ist immer analog - Gedanken zur Konfirmation

Pfingsten ist ein großes kirchliches Fest, aber anders als Ostern und Weihnachten ist die Bedeutung weitgehend aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden. Da bietet es sich an, diesen kirchlichen Geburtstag mit einem persönlichen Ereignis zu verbinden, der Taufe oder der Konfirmation. Beides wird in den Familien gern gefeiert, obwohl auch hier deren Bedeutung vielen nicht mehr wirklich wichtig ist. Mir liegt deshalb sehr daran, im Gottesdienst eine Brücke zu bauen zwischen den Konfirmanden in ihrer Erfahrungswelt und dem Ereignis der Konfirmation. Die jungen Menschen sollen eine Verbindung spüren zu ihrem täglichen Leben. Es soll für sie ein Stück selbstverständliche Realität sein, fest in der Gegenwart zu leben und gleichzeitig einem Weg im Vertrauen auf Gott zu folgen. Als Grußwort in diesem Jahr habe ich folgenden Text vorgetragen:

Liebe Konfirmanden,


Liebeskummer ist immer analog.
Ihr könnt euch über das Internet kennenlernen, aber wenn Anna oder Sophie oder Paula sagen: „... es ist Schluss, ich will nicht mehr.“, dann tut das weh in der Brust, ganz richtig weh. Daran ist nichts altmodisch. Ihr seid nicht von gestern, weil ihr ein Gefühl habt, das eure Großmutter auch schon hatte. Es gibt eben Dinge, die sich nicht verändern – die man nicht modernisieren kann, aktualisieren, weil sie immer aktuell sind.

Der Glaube ist auch so eine Sache. Die Kirche kann man verändern – man muss es sogar! Luther hat das vor 500 Jahren gemacht und wir sind gut beraten, uns ebenfalls darum zu bemühen. Die Kirche ist eine Institution, der Glaube aber ist Ausdruck einer Bindung zwischen Gott und dir. So etwas wie Liebe. In dieser Liebe solltet ihr bleiben. Ob ihr in diese Kirche geht oder in eine andere, ist nicht wichtig, aber auf den Glauben solltet ihr nicht verzichten. Und wenn euch das Wort Glaube zu altmodisch erscheint, ersetzt es durch das Wort Liebe – das wird nie unmodern.


Ich wünsche euch heute einen wunderschönen Tag und den Beginn einer lebenslangen Liebe zwischen euch und Gott.

Herzlichen Glückwunsch!

Euer Werner Kootz


Vielen Gemeindegliedern ist Werner Kootz aus den Gottesdiensten bekannt. Großer Beliebtheit erfreuten sich seine Textbeiträge in Gemeindebriefen oder seine Ansprachen an die Konfirmanden. Hier können wir nun mehr von ihm lesen - eigene Geschichten - nachdenklich, berührend, belebend.

 Konfirmation in Altlandsberg am Pfingstsonntag 2017 © Enrico Konkel

Von Angesicht zu Angesicht - Lutheraner und Reformierte in Altlandsberg ·
Eine Einladung zur Ausstellungseröffnung am 17. Juni 2017

Während momentan für die drei großen Nationalen Sonderausstellungen zum 500. Reformationsjubiläum in Berlin, Eisenach und Wittenberg auf großen Werbetafeln, in den Printmedien oder betreffenden Onlineportalen werbewirksam der größte Hammer seit Luthers bildhaft so gerne dargestelltem Thesenanschlag geschwungen wird und die weltweiten Auswirkungen der Ablasskritik bis in alle Winkel seines protestantischen Erbes "breitgeklopft" untersucht werden, stellt man sich bei dieser gesellschaftlichen Dimension manchmal die Frage: Wie erlebte der mittelalterliche Durchschnittsbürger in den Städten oder der einfache Bauer auf dem Lande diese epochalen Umwälzungen? Inwieweit griff die von Luther ausgelöste Reformation in das unmittelbare Alltagsgeschehen des "normalen" Menschen ein?
Die Marke Kulturland Brandenburg hat sich in diesem Jahr zusammmen mit den brandenburgischen Städten mit historischen Stadtkernen wie Kyritz, Brandenburg an der Havel und eben auch Altlandsberg genau diese spannenden und lebensnahen Fragen gestellt und sie gemeinsam mit Historiker*innen und den Akteuren vor Ort für die jeweilige Stadt beantwortet.


Ausstellungseröffnung am 17. Juni 2017 ab 17.00 Uhr auf dem Kirchplatz vor der Stadtkirche Altlandsberg im Rahmen der Auszeichung der Stadtkirche als Denkmal des Monats von der AG Städte mit historischen Stadtkernen
(im Anschluss um 19.00 Uhr das 1. Sommerkonzert der Saison 2017)

Lassen Sie sich also zur Ausstellungseröffnung herzlich einladen um zu erfahren, welche Details der Reformationsgeschichte und Besonderheiten für Altlandsberg die monatelange Recherche der Historikerin Frau Dr. Silke Kamp und einem Team aus Vertretern der Stadt Altlandsberg und der Evangelischen Kirchengemeinde Altlandsberg unter dem dicken Teppich der Geschichte hervorziehen konnte.│eko

Von Pontius zu Pilatus ... Redewendungen der Bibel

Es wird Ihnen beim Lesen dieser Zeilen wahrscheinlich wie Schuppen von den Augen fallen (Apostelgeschichte 9│18), denn viele Redewendungen, die wir heute noch wie selbstverständlich in unserem alltäglichen Wortschatz führen und bewusst anwenden, haben ihren Ursprung in Martin Luthers Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache vor fast 500 Jahren (1522 Neues Testament, 1534 Gesamtausgabe der Bibel). Dabei spielt es bei der Verwendung in unseren Gesprächen heute fast keine Rolle mehr, ob es sich um ein theologisches oder religiöses Gespräch handelt oder nicht.

Die Sprachkraft der Bibelübersetzung Luthers hat über die Jahrhunderte hinweg die Entwicklung der deutschen Sprache so intensiv geformt, dass heute noch jedem die eine oder andere Redewendung, bewusst oder nicht, in den Sinn kommt. War die Bibel für die Menschen in der anbrechenden Neuzeit durch die Allgegenwart der Kirche oft das einzige deutschsprachige Buch im Haus, welches erst durch die revolutionäre Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern seine massenhafte Verbreitung unter größeren Bevölkerungsschichten fand, so verweist sie selbst heute in einem säkularisierten Umfeld die Mitbewerber in den Bestsellerlisten des Buchhandels auf die hinteren Plätze - und gibt somit immer noch Zeugnis davon ab, wie prägend Martin Luther Verhaltensweisen und Beschreibungen aus den Ursprachen ins Deutsche übertragen hat.   

Wenn Ihnen mal wieder alles wie in Sodom und Gomorra vorkommt, Sie jetzt weiter im Schweiße Ihres Angesichts von Pontius zu Pilatus rennen oder Ihre Perlen wie einen Augapfel hüten, damit sie nicht vor die Säue geworfen werden ... an dieser Stelle finden Sie jedenfalls wöchentlich bis zum Ende des Reformationsjahres eine Redewendung aus der neuen Übersetzung der Lutherbibel, bereitgestellt durch die Deutsche Bibelgesellschaft. Und denken Sie immer daran: Stellen Sie nie Ihr Licht unter den Scheffel und wuchern Sie mit den Ihnen anvertrauten Pfunden.│eko